Silage & Botulismus

Das Silieren wandelt Gras in Silage und macht es haltbar. Dazu muss es nach dem Mähen angetrocknet und danach luftdicht eingeschlossen werden. Dann vergären auf dem Gras vorhandene, anaerobe Bakterien den Zucker im Gras, wobei u. a. Milchsäure ensteht, die bei einem pH-Wert von 4 bis 4,5 konservierend wirkt. Im nebenstehenden Bild sind Silageballen zu sehen; das geschittene Gras ist hier maschinell in viele Lagen einer Kunsstofffolie eingewickelt und so auch portioniert. Die Folie sorgt einerseits für den notwendigen Luftabschluss und ist andererseits eine wetterfeste und robuste Lager- und Transportverpackung.

 

Zu den vielen in der Natur vorhandenen Bakterienarten gehört auch die Gruppe Clostridium Botulinum, die als Sporen in Staub und im Boden vorkommen. Aus den Sporen entwickeln sich unter Luftabschluß auf tierischem Eiweiß die Bakterien. Sie vermehren sich und verstoffwechseln das Eiweiß, wobei Gifte der Gruppe Botulinumtoxin entstehen. Das geruchlose Nervengift ist bereits in sehr geringen Mengen  für Menschen und viele Wirbeltiere tödlich. Sind Kadaverteile von Rehkitzen o. ä. in den Siloballen, so kann sich dort Clostridium Botulinum entwicklen. Werden Kühe oder Pferde mit der Silage gefüttert, sterben sie im schlimmsten Fall daran. Es sind Vergiftungen mit dieser Ursache aufgetreten, bei denen zehn und mehr Rinder mit nur einer verunreinigten Futtergabe verendeten. Aus einem bei der Mahd getöteten Kitz kann also großer wirtschaftlicher Schaden entstehen.

 

(Quelle > https://fliegender-wildretter.de/hintergrund/)


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