Die tödlichen Folgen der Mahd für unsere heimischen Wildtiere.

(Foto von www.claas.de)
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Bei den Futtererntemaschinen hat selten ein junges Wildtier, was sich auf der Wiese aufhält, eine Chance dem Ausmähen zu entkommen.  Die Möglichkeit für den Fahrer, ein sich weg duckendes Tier im hohen Gras zu erkennen, ist sehr gering.

 

Die Folge: schwerverletzte oder tödlich angemähte Wildtiere. 

(In der Regel sterben die angemähten Jungtiere nicht sofort!)


Diesem Kitz wurde beim Anmähen die Beine teilweise abgetrennt. Wahrscheinlich hat es noch eine Weile gelebt. Wir haben es erst 1,5 Std. später entdeckt. Das tote Kitz legten wir dann auf dem Wall ab. Von dort hat es die Ricke wieder heruntergezogen. (21.05.2017)

Dieses Kitz wurde beim Anmähen am Tag vor der Mahd getötet. Es wurde vom Landwirt nicht bemerkt. (01.06.2017)



Diesem Kitz wurden die Beine zertrümmert und teilweise abgetrennt. Auch dieses Kitz hat wahrscheinlich noch einige Zeit gelebt. (24.05.2016)

Wie auf dem Foto links, wurde auch diesem Kitz zwei Beine abgetrennt. 

Beide Kitze wurden vom gleichen Landwirt ausgemäht und selbst beim Schwaden nicht bemerkt! (24.05.2016)



Nach dem die Mähmaschinen die Wiese verlassen haben, fängt die Ricke an ihr Junges zu suchen. Dann harrt sie tagelang bei ihrem sterbenden Kitz aus oder versucht es zum Mitkommen zu bewegen. Auch, wenn das Kitz sofort tot war, sieht man immer wieder Ricken, die tagelang trauernd bei ihren toten Kitzen stehen.

Hat die Ricke ihr Kitz / ihre Kitze (meisten hat eine Ricke zwei Kitze) verloren, bekommt sie große Schmerzen, da die Milch in ihrem Euter nicht mehr abgesaugt wird.

 

Sehr oft wird gar nicht bemerkt, dass ein Kitz oder z. B. Junghase vermäht wurde und diese Tiere gelangen dann als Tierkadaver in das Futter von z. B. Kühen oder Pferden. Dann kann es zu tödlichem Botulismus kommen.