Die tödliche Mahd!

Die tödlichen Folgen der Mahd für unsere heimischen Wildtiere.

 

Im Mai & Juni ist die Zeit der Frühmahd. Die Wiesen werden gemäht um Grassilage zu machen. Diese wird als Grundfutter/Kraftfutter in der Rinderhaltung & Milchkuhhaltung verwendet. Ein kleiner Anteil wird auch in Biogasanlagen verwendet.

 

Eine hohe Bedeutung hat die Grassilage z.B. für den Landwirt bei der Milchviehhaltung.

Der Endverbraucher zahlt in den letzten Jahren historisch niedrige Preise für den Liter Milch. Molkereien und Handel wollen auch ihren Gewinn haben, so dass beim Landwirt nicht mehr viel ankommt.

 

Durch den Einsatz der Grassilage wird eine hohe Milchleistung der Kühe erreicht und die Produktionskosten je Liter werden niedrig gehalten. Deshalb ist der Landwirt auf qualitativ hochwertige Grassilage in großer Menge angewiesen.

Wenn der richtige Schnittzeitpunkt gekommen ist und die Wettervorhersage passt, dann sollen möglichst alle Wiesen gemäht und der Grassilo angelegt werden. Dies bedarf nicht selten der Unterstützung von Lohnunternehmern. Die Folge hoher Termindruck!

  

Von April bis Juni, ist aber auch die Zeit, wo die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere ihren Höhepunkt erreicht. Die Wiesen und auch Randstreifen dienen als Deckung und Nahrungsvorrat für z.B. Singvögel, Feldlerchen, Rebhühner, Wildenten, Feldhasen und Rehe.

Bei den Futtererntemaschinen hat selten ein junges Wildtier, was sich auf der Wiese aufhält, eine Chance dem Ausmähen zu entkommen.  Die Möglichkeit für den Fahrer, ein sich weg duckendes Tier im hohen Gras zu erkennen, ist sehr gering.

 

Die Folge: schwerverletzte oder tödlich angemähte Wildtiere. 

(In der Regel sterben die angemähten Jungtiere nicht sofort!)

 

(Foto von www.claas.de)
(Foto von www.claas.de)
(Foto von www.claas.de)
(Foto von www.claas.de)

Mit praxisrelevanten Mähmethoden können Wildtierverluste drastisch gesenkt werden. Ein entscheidender Einflussfaktor ist dabei beispielsweise die Schnitthöhe. Je höher der Schnitt, desto geringer sind Verluste bei sich drückenden Tieren und Bodenbrütern. Den größten Einfluss hat allerdings der Schnittzeitpunkt. Je später der Mahdtermin, desto geringer sind die Verluste.


Nach jahrelanger Erfahrung wissen wir, dass das Aufstellen von "Wildtierscheuchen", "Pieper", das Abgehen der Felder einen Tag vor der Mahd und das Anmähen der Felder einen Tag vorher nicht ausreichen, um das Töten der Kitze zu verhindern. Ricken haben eine Koppel auf der sie ihre Kitze ablegen und erst nach 4 Wochen folgen die Kitze der Ricke. Vorher werden sie bei Gefahr im hohen Gras abgelegt und bleiben somit auf der Koppel. Wir haben Kitze neben "Wildtierscheuchen", "Piepern" und auf angemähten Feldern aufgespürt. Aufgrund dessen ist es absolut notwenig einige Stunden vor der Mahd die Koppeln abzulaufen, um die Kitze vor dem sicheren Tod oder der Verstümmlung zu bewahren. 

 

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Sichern der Kitze. Gerade ältere Kitze rennen zurück in das Feld!! Das Sichern der Kitze in Säcken, Tüten oder Netzen ist keine geeignete Maßnahme! Die Kitze geraten noch mehr in Stress, bekommen zu wenig Sauerstoff und verenden qualvoll!!

 

Auch wenn Sie unsere Hilfe nicht in Anspruch nehmen möchten, oder wir Sie terminbedingt nicht unterstützen können, sind Sie dennoch nach dem Tierschutzgesetz dafür verantwortlich alle geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, um das Ausmähen der Kitze zu verhindern!!!

 

Gerne unterstützen wir Sie dabei möglichst viele Kitze vor dem Tod und der Verstümmelung zu bewahren und die damit verbundene Gefahr für ihre Kühe etc., an Botulismus zu erkranken, zu reduzieren.

 

Bitte rufen Sie uns an.

Mobil:  0172 46 82 96 3

 

 


Wie sollte eine Wiese gemäht werden?


Diesem Kitz wurde beim Anmähen die Beine teilweise abgetrennt. Wahrscheinlich hat es noch eine Weile gelebt. Wir haben es erst 1,5 Std. später entdeckt. Das tote Kitz legten wir dann auf dem Wall ab. Von dort hat es die Ricke wieder heruntergezogen. (21.05.2017)

Dieses Kitz wurde beim Anmähen am Tag vor der Mahd getötet. Es wurde vom Landwirt nicht bemerkt. (01.06.2017)



Diesem Kitz wurden die Beine zertrümmert und teilweise abgetrennt. Auch dieses Kitz hat wahrscheinlich noch einige Zeit gelebt. (24.05.2016)

Wie auf dem Foto links, wurde auch diesem Kitz zwei Beine abgetrennt. 

Beide Kitze wurden vom gleichen Landwirt ausgemäht und selbst beim Schwaden nicht bemerkt! (24.05.2016)



Nach dem die Mähmaschinen die Wiese verlassen haben, fängt die Ricke an ihr Junges zu suchen. Dann harrt sie tagelang bei ihrem sterbenden Kitz aus oder versucht es zum Mitkommen zu bewegen. Auch, wenn das Kitz sofort tot war, sieht man immer wieder Ricken, die tagelang trauernd bei ihren toten Kitzen stehen.

Hat die Ricke ihr Kitz / ihre Kitze (meisten hat eine Ricke zwei Kitze) verloren, bekommt sie große Schmerzen, da die Milch in ihrem Euter nicht mehr abgesaugt wird.

 

Sehr oft wird gar nicht bemerkt, dass ein Kitz oder z. B. Junghase vermäht wurde und diese Tiere gelangen dann als Tierkadaver in das Futter von z. B. Kühen oder Pferden. Dann kann es zu tödlichem Botulismus kommen.

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zuletzt aktualisiert am 14.07.2018