Kenntnisnachweis, Aufstiegserlaubnis, Kennzeichnungspflicht

Luftverkehrsordnung (LuftVO)
Luftverkehrsordnung (LuftVO)

Kenntnisnachweis

Die LuftVO (§21a Absatz 4 i.V.m. § 21d) fordert für den Betrieb eines unbemannten Flugsystems mit einer Abflugmasse über 2kg einen Kenntnisnachweis der in einer nach §21 d LuftVO anerkannten Stelle ausgestellt wurde. Dazu ist eine schriftliche Prüfung seit dem 1. Oktober 2017 erforderlich. Aber auch unterhalb der 2 kg-Grenze fordern viele Landesluftfahrtbehörden bei Anträgen zur Registrierung in einer Allgemeinerlaubnis oder Erteilung einer Betriebserlaubnis das  Vorhandensein von zumindest theoretischen Kenntnissen. Eine Bescheinigung über Kenntnisse durch z.B. einen Modellflugverein ist nur 

für die private Nutzung (Sport- und Freizeitzwecke) gültig.

 

Der Verein Kitzrettung Erfde hat drei Drohnen-Piloten😄. Sie haben bei Drone-Safety aus Bothkamp erfolgreich die Prüfung für den Kennnisnachweis (§21d LuftVO / gewerbliche Anwendungen) abgelegt.


Aufstiegserlaubnis / Betriebserlaubnis

Je nach Anwendungsfall kann es sein, dass für die Durchführung von Flugmissionen Betriebserlaubnisse der Landesluftfahrtbehörde notwendig sind. Diese sind in § 21a LuftVO beschrieben.

 

Zum einen wird eine Betriebserlaubnis benötigt, wenn das Flugsystem ein Abfluggewicht über 5 kg aufweist, des Weiteren wird eine Betriebserlaubnis benötigt, wenn die Flugmission bei Dunkelheit oder in der Nähe von Flugplätzen stattfinden soll. Hier ist grundsätzlich eine Bannmeile von 1,5 km, gemessen vom Flugplatzzaun einzuhalten. Die Landesluftfahrtbehörde kann mittels einer Betriebserlaubnis / Aufstiegserlaubnis die Nutzung in den drei genannten Fällen genehmigen.

 

Im §21b LuftVO werden weiterhin die einzelnen Betriebsverbote für den Drohnenflug dargestellt. Es handelt sich hierbei überwiegend um Flugverbotszonen und Durchführungsverbote speziell für den Drohneneinsatz. Auch eventuelle Lufträume der bemannten Luftfahrt müssen hierbei berücksichtigt werden.

 

Für behördliche Erlaubnisse (Allgemein- oder Einzelerlaubnis) wird als Nachweis immer der Kenntnisnachweis (neben weiteren Nachweisen, wie Versicherung) gefordert, auch wenn die Drohne unter 2 Kg wiegt.


Kennzeichnungspflicht

Jedes Modellflugzeug und unbemanntes Luftfahrtsystem mit einem Abfluggewicht über 250 Gramm hat eine Kennzeichnung mit Namen und Anschrift des Luftfahrtzeughalters zu führen. Die „Plakette“ muss feuerfest sein (z.b. Aluminiumplättchen).


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zuletzt aktualisiert am 10.04.2020